Zitherverein Augsburg begeistert mit musikalischer Vielfalt

Am Wochenende vom 15. November 2025 präsentierte der Zitherverein Augsburg unter dem Motto „Zither auf Reisen“ im Roncalli-Haus Göggingen ein Konzert, das die Zuhörer in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal auf eine klangvolle Reise durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen führte und das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute fesselte.

Den Auftakt bildete das romantische Intermezzo „Am Märchenbrunnen“ von Ferdinand Kollmaneck. Mit seinen sanften, märchenhaften Melodien entführte das Stück in eine verträumte Klangwelt.

Es folgte das Quartett a-Moll von Ignaz Pleyel, ein Werk der Wiener Klassik, das durch klare Form und elegante Stimmenführung bestach. Die Musiker zeigten hier ihre kammermusikalische Präzision.

Mit „Das lustige Hammerschmieds Töchterlein“ von Bernhard Fritz erklang ein heiteres, volkstümlich inspiriertes Stück, dessen Gavotte tänzerische Leichtigkeit und ländliche Fröhlichkeit verbreitete.

Besonders hervorzuheben ist das Duo Monika und Stefan Müller, das mit einer eindrucksvollen Interpretation von „Leb in meiner Welt“ von Herbert Grönemeyer für einen der Höhepunkte des Abends sorgte. Die Bearbeitung stammte von Stefan Müller selbst und verlieh dem bekannten Stück eine ganz eigene, berührende Note. Mit viel Feingefühl und musikalischem Können schaffte es das Duo, die Zuhörer in eine andere Welt zu entführen und für Gänsehautmomente zu sorgen.

Ein weiterer Höhepunkt war der „2nd Waltz“ von Dmitri Schostakowitsch. Der berühmte Walzer aus der „Suite für Varieté-Orchester“ vereint nostalgische Eleganz mit einer feinen Melancholie und wurde vom Publikum mit spürbarer Begeisterung aufgenommen.

Barocke Klangpracht bot die Sonatine F-Dur von Georg Philipp Telemann. Die drei Sätze – Vivace, Cantabile und Presto – zeigten die ganze Bandbreite barocker Ausdruckskraft: lebhaft, gesanglich und virtuos.

Zum Abschluss erklang der weltbekannte und zeitlose Canon in D-Dur von Johann Pachelbel. Mit seiner sich wiederholenden Melodie und kunstvoll verflochtenen Stimmen sorgte das Werk für einen feierlichen und harmonischen Ausklang.

Unter der Leitung von Stefan Müller, der kurzfristig für den Dirigenten Prof. Dr. Hans Gruber eingesprungen war, präsentierte sich das Orchester in bestechender Form – präzise, ausdrucksstark und voller Spielfreude.

Die charmante Moderation von Dr. Monika Müller, gewürzt mit humorvollen Anekdoten in schwäbischem und wienerischem Dialekt, führte das Publikum durch die musikalische Reise und sorgte für viele Schmunzler.

Der große Applaus nach jedem Stück zeigte die Begeisterung der Zuhörer, und die Zugabe – ein beschwingtes Stück aus der Francaise aus Walkertshofen – rundete den Abend perfekt ab. Das Konzert zeigte eindrucksvoll die Vielseitigkeit der Zither, die hohe musikalische Qualität des Vereins und bereits jetzt ist die Vorfreude auf das kommende Jahreskonzert spürbar.

Autor: Klaus Buchwald

Zitherverein Bavaria Augsburg begeistert im Roncalli-Haus

Am Wochenende vom 10. November 2024 fand im vollbesetzten Roncalli-Haus in Göggingen das mit Spannung erwartete Konzert des Zithervereins Bavaria Augsburg statt. Unter dem diesjährigen Motto „Zither auf Reisen“ führte der renommierte Dirigent Prof. Dr. Hans Gruber sein Orchester durch ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl schnelle als auch ausdrucksvolle Passagen umfasste.

Die charmante Moderation Dr. Monika Müller, die mit kleinen Geschichten in schwäbischem und wienerischem Dialekt für viele Schmunzler sorgte, trug wesentlich zur lockeren Atmosphäre des Abends bei.

Die musikalische Reise begann mit dem Marsch „Im Fluge durch die Welt“ von Gottfried Strobl und setzte sich mit Ludwig van Beethovens „Sechs ländlerische Tänze“ sowie den „Alt-Wiener Tanzweisen“ von Fritz Kreisler fort. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Zither- und Gesangsduetts Monika und Stefan Müller, die mit ihren Interpretationen der Rockballaden „Hallelujah“ von Leonard Cohen und „Bed of Roses“ von Jon Bon Jovi das Publikum begeisterten. Beide Stücke wurden von Stefan Müller eigens für diesen Abend arrangiert.

Die musikalische Reise führte weiter in die Niederlande mit einem Rondo von Freddy Golden und nach Ungarn mit „Fünf kleinen Stücken“ von Béla Bartók sowie einer ungarischen Polka. Den krönenden Abschluss bildete der Marsch „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel.

Nach einem großen Beifall verabschiedete das Orchester seine treuen Zuhörer mit einem beschwingten Allegretto und hinterließ ein begeistertes Publikum, das sich schon jetzt auf das nächste Konzert des Zithervereins freut.

(Quelle: Klaus Buchwald)

Musikalische Zeitreise mit dem Zitherverein

Augsburg Der Zitherverein Bavaria Augsburg entführte sein Publikum bei einem Konzert unter Leitung des Dirigenten Prof. Dr. Hans Gruber auf eine musikalische Reise durch verschiedene Jahrhunderte und von den Hebriden bis zum Bosporus. Der Klang des Ensembles, bestehend aus aus Diskantzithern, zwei Altzithern und einer Basszither, wurde durch die Gitarren von Harald Berger und Leo Fink perfekt ergänzt. Die Darbietung eröffnete mit den „Fünf Tänzen“ von Phalèse, einem Komponisten aus dem 15. Jahrhundert, gefolgt von schottischen Tänzen. Die musikalische Zeitreise setzte sich fort mit der „Lustigen Feldmusik“ aus der Barockzeit von Krieger und erreichte schließlich ihren Höhepunkt mit den feurigen und temperamentvollen „Spanischen Tänzen“ von Moszkowski.

Glanzlicht des Abends war Solist Emrecan Erol, der die Bühne mit seiner Kanun, der türkischen Trapezzither, betrat. In seinen Stücken beeindruckte er nicht nur durch meisterhafte Ausführung, sondern auch durch spontane Improvisationen. Ein beeindruckendes Duo bildete er mit Michael Bernreuter, bei dem sie  Werke türkischer Komponisten zum Besten gaben.

Durch den Abend führte Monika Müller, die mit Gedichten und Geschichten zwischen den Musikstücken eine harmonische Verbindung schuf. Die Zuhörer waren begeistert. (AZ)

Emrecan Erol und Michael Bernreuter

Zithern ohne Zittern

 (Augsburg Journal /Dezember 2016/ von Sibylle Schiller)

Lampenfieber, oder das „Zittern“ vor einem Auftritt ist normal, auch vor einer – aufgepasst- Zitheraufführung. Dass aber dann im Scheinwerferlicht im Bürgersaal Stadtbergen beim Konzert des Zithervereins „Bavaria Augsburg“ das Zithern ohne zu zittern klappte, war der Verdienst jedes einzelnen Mitspielers unter dem Dirigat von Prof. Hans Gruber. Doch es wurde nicht nur „gezithert“, auch Celli, Geige und Gitarren spielten mit. Ein Höhepunkt waren die Soloeinlagen von Holger Marschallmit seiner Gitarre. Und herausgehoben werden muss auch das Soloquartett mit Felizitas Gschwentner, Margit Knoll, Dr. Monika Müller und Stefan Müller. Letzterer hatte für das Quartett das Weltchanson „La Mer“ von Charles Trenet für vier Zitherinstrumente gesetzt. Fazit: Zithermusik sollte nicht auf Volksmusik reduziert werden, sondern kann viele Zuhörer begeistern. Lob verdient deshalb auch Bavaria-Vorstand Otto Kaneider.